Sieben Nackthunde befreit, aber der Jubel bleibt trotzdem aus

Sieben der Nackthunde wurden heute durch die Behörden aus der Gartenlaube befreit und in das Tierschutzzentrum Dorstfeld gebracht.

ABER:

Vier weitere Nackthunde dürfen bei der Halterin verbleiben.

Der Reihe nach: Heute um 11:30 Uhr versammelten sich zwei Amtsveterinäre, Mitarbeiter des Ordnungsamtes, Tierheimes und des sozial psychatrischen Dienstes. Helfer der Arche 90 waren natürlich auch vor Ort um das Geschehen zu beobachten und zu dokumentieren. Die Behördenmitarbeiter betraten den Garten. Man hörte Hunde bellen, laute Diskussionen. Nach etwa einer Stunde verbrachten die Mitarbeiter der Stadt Dortmund sieben Hunde in Transportboxen zu ihren Fahrzeugen um die Tiere in das Tierschutzzentrum in Dorstfeld zu bringen. Nach insgesamt etwa 1,5 Stunden war dieser Einsatz dann erledigt.

Ein Teilerfolg. Sieben der Hunde sind nun in sicherer Obhut und werden sicherlich gut betreut und versorgt. Jedoch verblieben vier weitere Nackthunde bei der Halterin. An deren Situation wird sich also nichts ändern. Auf Nachfrage des empörten Gartenvereins an die Veterinäre vor Ort, warum vier Hunde dort bleiben dürfen wurde nur an die Pressestelle der Stadt verwiesen. Auf die Frage, ob sich die Amtsärzte darüber im klaren sind, dass sich das Problem dadurch nicht löst und die Hunde sich doch wieder vermehren, wurde nur salopp geantwortet, dass man Veterinärmedizin studiert hätte und darüber aufgeklärt wurde.

Bis das Schicksal der verbliebenen vier Nackthunde nicht geklärt ist, bleibt die Arche 90 weiterhin an diesem Fall dran und verfolgt auch alle bisher in die Wege geleiteten Schritte weiter. Es zeigt aber auch am heutigen Tag, dass nicht beherzt und konsequent durchgegriffen wurde seitens des Amtes, sonst hätten die vier Hunde nicht dort bleiben müssen. Wir schätzen zwar sehr, dass den sieben herausgeholten Hunden nun endlich geholfen wurde und bedanken uns dafür im Namen dieser Hunde dafür, ABER: Der Jubel bei uns Tierschützern ist heute noch ausgeblieben.


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