Kaninchenjunge „5 kleine Unfälle“

Liebe Tierfreunde,

mit dieser Vermittlungsseite können wir uns wahrhaftig nicht rühmen, denn im Tierschutz gibt es schon genug Kaninchen, die ein neues Zuhause suchen und auch viele Privathalter möchten ihre Kaninchen nach kurzer Zeit weitervermitteln, wenn sie merken, wieviel Arbeit mit der Kaninchenhaltung verbunden ist. Für jedes neugeborene Kaninchen in der Vermittlung wartet ein Notfalltier noch länger auf ein Zuhause..

Aber wie die Überschrift schon aussagt: Diese 5 Hoppels sind kleine „Unfallkinder“, die (sofern alles gut läuft), ab Mitte Mai 2017 vermittelt werden könnten. Dann wären die Kaninchen 12 Wochen alt, geimpft, die Böckchen kastriert und sie könnten sowohl in Innen- als auch Außenhaltung in eine kaninchengerechte Endstelle ziehen.

Doch erst einmal zur Vorgeschichte:

Die Elterntiere wurden kurz nach Weihnachten 2016 in einer Kleingartenanlage gefunden. Da die beiden in einem guten Ernährungs- und Pflegezustand waren, dachten wir zunächst, dass sie aus einem Gehege in der Kleingartenanlage „ausgebüxt“ sind. Weil sich bis heute niemand gemeldet hat, der Rudi und Luna vermisst, denken wir, dass die beiden ausgesetzt wurden, weil sie möglicherweise lästig wurden, als der Weihnachtsurlaub anstand.

Selbstverständlich wurden auch diese Kaninchen bei einem Tierarzt vorgestellt, um einen allgemeinen Gesundheitscheck vorzunehmen und es wurde uns versichert, dass es sich um eine Häsin und ein kastriertes Böckchen handelt. Nachdem 14 Tagen Quarantäne in unserem Tierraum überstanden waren und es fest stand, dass beide Kaninchen gesund waren, zogen sie in eine Pflegestelle ein.

Hier bekamen sie die Namen „Diva“ (heißt mittlerweile „Luna“) und „Rudi“, waren putzmunter und neugierig, allerdings fiel auf, dass Rudi immer noch gerne „rammelte“. Da dies jedoch auch bei kastrierten Kaninchenböcken sowie bei Häsinnen vorkommt (das „Rammeln“ dient bei Kaninchen u. a. zur Klärung der Rangordnung), bestand kein Anlass
zur Sorge. Schließlich war tierärztlich bestätigt worden: Rudi ist kastriert!

War er aber wohl doch nicht, denn am 19. März 2017 meldete die Pflegestelle „Luna hat Nachwuchs“. Im Nest lagen 6 Kaninchenbabys….. Ach Du Schreck

Rudi wurde natürlich sofort von seiner Familie getrennt und direkt am 20.03.2017 kastriert, in der Hoffnung, dass er Luna zwischenzeitlich nicht erneut gedeckt hat (es heißt nicht umsonst „vermehren wie Kaninchen“). Nach einer Kastrationsfrist von 4 Wochen (solange ist er noch zeugungsfähig), d. h. ab dem 20. April 2017 könnte Rudi mit einer netten Kaninchendame vergesellschaftet werden.

Luna steht derzeit natürlich nicht zur Vermittlung! Frühestens in 12 Wochen würden wir sie von ihren Babys trennen, denn solange sollten Kaninchenwelpen bei ihrer Mutter bleiben, um das richtige Sozialverhalten zu erlernen.

Das gleiche kennen Sie von (seriösen) Katzen- oder Hundezüchtern.

Wenn Sie aber Interesse an Luna und/ oder ihren Babys haben, können Sie sich gerne auf eine „Warteliste“ setzen lassen!

Wir weisen allerdings darauf hin, dass es vor der 6. Lebenswoche (d. h. vor Ende April 2017) keine Möglichkeit geben wird, die Kaninchen persönlich zu besuchen. Zum einen soll Luna durch den Besuch vieler fremder Menschen nicht so sehr gestört werden, dass sie ihre Kaninchenkinder verstößt (oder im schlimmsten Fall tötet), zum anderen werden aus Tierschutzgründen keine Babykaninchen „präsentiert“, um überstürzte Anschaffungen zu verhindern.

Damit die Zeit bis zur Vermittlung nicht zu lang wird, berichtet Luna regelmäßig in ihrem Tagebuch über die Entwicklung ihrer kleinen Familie!