Glücklich vermittelt: Finn

Hallo zusammen!

Ich bin FINN, ein junger Kater von etwa zwei Jahren. Als ich im April aufgefunden wurde ging es mir wirklich sehr schlecht.
Die Arche90 brachte mich zum Tierarzt, und seine Diagnose war niederschmetternd. Aber zum Glück erwies sich der Verdacht auf Schädelbasisfraktur als Schädelhirntrauma, dazu kam noch eine abgerissene Schwanzspitze. Aber man hat mich nicht aufgegeben, ich wurde medizinisch versorgt und kam dann zu einer netten Dame namens Conny zur Pflege. Zusammen mit ihren beiden Katzen hat mich Conny wieder soweit aufgepäppelt das ich irgendwann in die Vermittlung sollte. Doch dazu ist es nie gekommen! Warum nicht? Martin und Tanja, die selbst schon einem Kater der Arche90 ein neues Zuhause gegeben haben, wussten von einem Paar das nach dem Tod ihrer letzten Katze schon länger auf der Suche nach einem neuen Mitbewohner waren. Und dieses Paar war nach einigen Bildern von mir überzeugt davon, dass ich dieser neue Mitbewohner sein sollte. Und das, obwohl Sie mich gar nicht kannten.
Jetzt sollte man meinen das eine solche Entscheidung ein enormes Risiko darstellt, und eigentlich ist es ja auch so! Aber- hier haben alle Beteiligten richtig gehandelt.
Martin und Tanja haben mich bei Conny abgeholt und kurz danach konnte ich in meinem neuen Zuhause das Katzenkörbchen verlassen. Und da waren Sie, meine neuen Dosenöffner! Ich konnte es spüren, die beiden haben sich gefreut mich bei sich zu haben! Und so haben wir schon nach wenigen Minuten miteinander gekuschelt.
Und seitdem gehört kuscheln- neben schlafen, fressen und toben- zu meinen liebsten Beschäftigungen. Nur ganz selten habe ich das Bedürfnis mich in meiner Höhle unter dem Bett zu verstecken, aber das wird mir immer ganz schnell zu langweilig. Viel lieber liege ich bei (oder auf) einem meiner neuen Mitbewohner und lasse mich streicheln.
Auch nachts liege ich am liebsten im Bett, da ist es schön weich und kuschelig. Also- ich fühle mich wohl. Ich finde mich ja auch ganz toll und meine, dass sich jeder Mensch freuen sollte, wenn ich da bin. Weil ich so süß bin nennen mich die beiden immer „Sweetie“, und eigentlich gefällt mir dieser Name viel besser als FINN.
Ich möchte aber aus Gründen der Fairness auch meinen neuen Dosenöffnern hier die Gelegenheit geben ihre Erfahrungen mit mir zu schildern. Deshalb übergebe ich jetzt das Wort an meine Kuschelpartner.

Hallo an alle interessierten Leser und Tierfreunde!

Mein Name ist Ulli, und meine Frau Ilona und ich leben seit Jahrzehnten mit Tieren zusammen. Katzen, Hunde, Katzen und Hunde, immer waren Tiere ein wichtiger Teil unseres Lebens. Und deshalb waren wir nach dem Tod unserer Maine Coon- Mischung MuhKuh schon fast ein Jahr lang auf der Suche nach einem Tier, das die schmerzlich empfundene Lücke füllen kann. Aber die Suche in der Hallerey oder beim Katzenschutzbund verlief bislang ergebnislos. Der Funke wollte einfach nicht überspringen.
Dann bekam ich von Martin, der zusammen mit seiner Frau Tanja auch schon einen Kater der Arche übernommen hatte, ein Bild von einem Kater, der wohl demnächst in die Vermittlung gehen sollte.
Sofort stieg mein Puls! Dieser Kater hatte mich nach Sekunden überzeugt. Nach etwas Kommunikation mit Martin, einer kurzen Beratung mit meiner Frau und einigen weitergeleiteten Nachrichten von Conny, die dem Kater eine vorübergehende Pflegestelle geboten hatte, stand unser Entschluss fest- wenn nicht dieser Kater dann geben wir die Suche auf!
Und ja- wir haben mit dieser Entscheidung für einige Verblüffung und Unglauben gesorgt: Da beschließen Menschen ein Tier mit Schädeltrauma und ohne Schwanzspitze aufzunehmen welches Sie noch nie in natura gesehen haben. Aber wir haben in der Vergangenheit alle Tiere ohne viel Trara adoptiert und noch nie daneben gelegen. Und so war es auch dieses Mal. Nach dem Besuch einer Mitarbeiterin der Arche90 ging Alles ganz schnell. Noch am Nachmittag haben Martin und Tanja den Kater bei Conny abgeholt und zu uns gebracht. Fünf Minuten später wollte Finn kuscheln, und wir waren nur zu gern bereit Ihm diesen Wunsch zu erfüllen. Schon in der ersten Nacht schlief der Kater bei uns im Bett, und seitdem ist das eben so.
Nur das Katzenklo, ein Überbleibsel seiner Vorgängerin, wollte ihm nicht gefallen. Also fix ein Neues besorgt, und- Alles okay, jetzt passt das.
Jetzt verbringt der Kater, der lieber auf „Sweetie“ als auf FINN hört, einen Großteil des Tages mit schlafen, kuscheln und kraulen lassen. Natürlich frisst er gerne und da ist auch mal ein „Raubzug“ drin, wo er dann mal einen Happen ergattert, der gar nicht für ihn vorgesehen war. Dann sind da noch die Momente in denen er mit Überschallgeschwindigkeit durch die Wohnung fliegt. Dabei geht ihm auch schon mal die Bremsfläche aus, was zu einer Kollision mit Wänden oder Schränken führt. Oder er spielt mit Bällen oder Stoffmäusen und springt dabei aus dem Stand locker einen Meter senkrecht in die Höhe.
Alles in Allem ist dieser Kater genau der Mitbewohner den wir uns gewünscht haben. Wir freuen uns täglich darüber das Er bei uns ist und auch der Kater scheint sich bei uns ausgesprochen wohl zu fühlen.
Ein ganz großes „Dankeschön“ sowohl an die Arche90, an die Pflegemama Conny und nicht zuletzt an Martin und Tanja.