Ein Unfall, der alles veränderte – und eine zweite Chance

Strochis Geschichte beginnt mit einem Sprint über eine viel befahrene Straße, lauten Bremsenquietschen und einem leisen, aber folgenschweren Knall. Ein Auto hat das kleine, vier Wochen alte Kitten angefahren. Schwer verletzt und ängstlich liegt es am Straßenrand. Die Hinterbeine sind gebrochen. Normalerweise ein Todesurteil für ein so junges Tier. Doch das Schicksal meint es gut mit Storchi. Ein Team der Arche90 rettet die kleine Katze und bringt sie in die Tierklinik Recklinghausen.

Die Ärzte setzen Drähte ein, um die gebrochenen Beine zu stabilisieren. Anschließend umwickeln sie die Hinterläufe mit einem dicken Verband. Er geht dem kleinen Kätzchen fast bis zum Bauch und bringt ihm den Spitznamen „Storchi“ ein. „Die verbundenen Beine sahen eben sehr lang aus und haben mich direkt an einen Storch erinnert“, erzählt Sarah schmunzelnd. Sie ist eine Pflegestelle der Arche90 und möchte Storchi helfen, gesund zu werden. Daher zieht das Kätzchen nach wenigen Tagen in der Tierklinik direkt bei ihr ein.

Liebevoll päppelt sie das Kitten wieder auf. Die ersten sechs Wochen herrscht zwar strenge Boxenruhe, aber Sarah und ihre Familie nehmen Storchi dreimal am Tag heraus, um mit ihr zu schmusen oder fernzusehen. Die junge Katze soll nicht vereinsamen. „Sie faucht zwar, wenn man sich dem Käfig nähert, aber sobald sie in meinen Armen liegt, fängt sie an zu schnurren“, erzählt Sarah. Sie tut alles dafür, damit Storchi wieder auf die Beine kommt. Sie verabreicht Schmerzmittel und Antibiotika, gewöhnt das Kitten an normales Katzenfutter und schenkt ihm viel Aufmerksamkeit.

Nach zwei Wochen und einem Röntgenbild entfernen die Tierärzte die Verbände. Storchi wagt die ersten Schritte auf wackligen Beinchen. Liebevoll trainiert Sarah mit dem Katzenkind. Ganz vorsichtig streckt und massiert sie Storchis Hinterläufe, die mit der Zeit immer stärker werden. Die kleine Katze läuft die ersten längeren Strecken in ihrem kleinen Zimmer und benutzt sogar das Katzenklo. Sarah ist stolz und glücklich: „Ich freue mich, dass wir das hingekriegt haben. Am Anfang waren wir uns nicht sicher, ob sie das packt. Umso schöner ist es jetzt zu sehen, wie sie ihre Welt erkundet.“

Sarah hat vier eigene Katzen und schon immer ein Herz für Samtpfoten gehabt. Daher wünscht sie sich ein schönes Zuhause für Storchi. In ein, zwei Monaten darf die kleine Patientin ausziehen. Bis dahin muss sie weiter fleißig ihre Beinchen trainieren. Ob Schäden zurückbleiben, können die Ärzte noch nicht sagen. Aber Sarah ist sich sicher: „Die Kleine ist auf einem sehr guten Weg, wieder ganz gesund zu werden.“

Möchtest du Storchi ein neues Zuhause schenken? Dann schreib eine Mail an pflegestellen@arche90.de

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Pflegestelle der Arche90 werden – So läuft’s:

Wer einem Tier wie Storchi auf seinem Weg zurück ins Leben helfen möchte, kann die Arche90 auch als Pflegestelle unterstützen. Vorkenntnisse sind dabei nicht zwingend erforderlich.

Neue Pflegestellen werden von Anfang an begleitet und müssen die Aufgabe nicht allein meistern. Die Arche90 stellt die komplette Ausstattung zur Verfügung und übernimmt sämtliche Kosten, etwa für Tierarztbesuche, Medikamente oder Futter.

Darüber hinaus steht Pflegestellenleiterin Sabine Keller jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Mit ihrer Erfahrung und ihrem Fachwissen unterstützt sie die Pflegestellen bei allen Fragen und begleitet sie durch die gesamte Pflegezeit. So können auch Menschen ohne langjährige Erfahrung einem Tier in Not eine sichere und liebevolle Unterkunft auf Zeit schenken.

Interesse? Hinterlasse uns eine Nachricht mit deinen Kontaktdaten auf unserem Anrufbeantworter unter ☏ 0231 – 87 53 97 oder schreib eine Mail direkt an Pflegestelleleiterin Sabine Keller unter der Adresse pflegestellen@arche90.de.